Seit über 25 Jahren setzt sich Jürgen Abel mit dem industriellen Supply Chain Management auseinander – acht Jahre davon im Ausland. Er ist «Produktionsmann» durch und durch. Das zeigen auch fünf zentrale Stationen seines Lebens:

Der Schritt in die Selbständigkeit
seit 2000

„Mit meinem Wechsel vom Angestellten zum selbständigen Berater und Interimsmanager ging auch eine Änderung des Blickwinkels einher: mehr Weitsicht und Überblick durch die Erfahrung in unterschiedlichen Projekten und Unternehmen.“

Mein Arbeitsmotto: Immer besser werden – gerade in der Produktion.

Ich berate gemeinsam mit meinem Freiberuflerteam am liebsten Unternehmen, die Maschinen oder technische Geräte produzieren – und übernehme gerne auch die operative Verantwortung als Manager auf Zeit.“

Implementierung der „Theory of Constraints“ in 9 Werken bei insgesamt 3 Unternehmen
1996 bis 2008

„In insgesamt 9 Werken in Nordamerika und Europa setzte ich die ‚Theory of Constraints’ um. Das bedeutete für den jeweiligen Standort ein Umdenken von der Produktivitätssteigerung jeder einzelnen Ressource hin zur Konzentration auf die Steigerung des Materialdurchsatzes. Besonders wichtig war deshalb, die jeweils Verantwortlichen für diesen Kulturwandel zu gewinnen und ihn somit dauerhaft einzuführen.

Die Begeisterung für die erzielten Ergebnisse im ersten dieser TOC-Projekte war für mich der Auslöser, mich selbständig zu machen.“

Führung der Funktion Materialwirtschaft und Logistik bei ArvinMeritor, Gifhorn – Troy (Michigan) – Manchester – Mailand
1991 bis 2000

„In meiner Verantwortung als Leiter Materialwirtschaft und Logistik, Regional Manager USA Materials & Logistics und Manager Europe Materials & Logistics lag auch die wichtige Aufgabe, die Leistung der Materialwirtschaft im Sinne des Share Holder Value jedes Jahr um 10 Prozent zu steigern.

Planung und Aufbau von zwei Just-in-Sequence-Lieferketten für Peguform und Rockwell International/ArvinMeritor
1986 bis 1991

„VW baute damals in Emden das erste deutsche Werk mit einer Just-in-Sequence-belieferten Montagelinie – für den Zusammenbau des VW-Passat.

Auch Rockwell realisierte kurz darauf eine Just-in-Sequence-Lieferkette – in Gifhorn bei Wolfsburg –, ebenfalls im Zusammenhang mit dem Aufbau eines neuen Werkes für die VW-Zulieferung.

Beide Projekte waren besonders: Sie erforderten eine Lieferkette, die wirklich immer störungsfrei funktioniert. Entsprechend wurden die Abläufe geplant und realisiert.“

Steuerung der Produktion in der Porzellanfabrik Friesland, 100-prozentige Tochter des Melitta-Konzerns
1980 bis 1986

„In meiner Verantwortung lagen die Planung und Steuerung der Produktion in der feinkeramischen Fabrik mit rund 6.000 Artikeln. Es galt, den Kundenservicegrad auf 100 Prozent zu steigern – und dabei gleichzeitig die Zielerreichung von Vertrieb und Produktion zu unterstützen.“